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Dienstag, 13. Oktober 2009

Biodiesel ohne Zukunft

Von: Thomas Stier

Besteuerung zerstört Pläne in Kaufungen - STH-Engineering zog nach Lohfelden um

Von Thomas Stier
Kaufungen / Lohfelden. Kaufungen als hessisches Zentrum für die Biodiesel-Produktion: Dieser schöne Traum aus dem Jahr 2005 ist durch die zunehmende Besteuerung des aus Rapsöl erzeugten Treibstoffs zerstoben.

Von den einstmals drei Anlagen mit einer Jahreskapazität von 100 000 Tonnen arbeiten heute nur noch zwei, die dritte der Kaufunger Probiom AG wurde inzwischen abgebaut und nach Russland verkauft.

Dort, so der frühere Probiom-Geschäftsführer Horst Brückmann, wird der Biodiesel als Weichmacher für die Kunststoffindustrie verwendet und hat damit gute Marktchancen.

Nicht hierzulande: „In Deutschland ist Biodiesel als Kraftstoff für Autos und Lastwagen tot.“ Die Gründe dafür sind vielfältig: Das Mineralöl ist billiger geworden, gleichzeitig stiegen die Preise für die Tonne Rapsöl auf bis zu 900 Euro, hinzu kommen die ständig wachsenden Steuersätze auf den Biotreibstoff, der jetzt sogar teurer ist als der Diesel aus Mineralöl.

Folgerichtig hat die Biodiesel-Tankstelle in Kaufungen-Papierfabrik inzwischen geschlossen.
Die zweite Produktionsanlage einer Probiom-Tochter wurde bereits 2006 an einen US-Konzern verkauft. Heute werden dort von acht Beschäftigen noch 50 000 Tonnen im Jahr produziert, die als Beimischung für den Mineralöldiesel verkauft werden. Der muss mit bis zu sieben Prozent Biodiesel versetzt werden.

Die zweite Anlage betreibt die Spedition Ullrich, die dort rund 30 000 Jahrestonnen für den Beimischungsmarkt und gelegentlich für die eigene Lkw-Flotte produziert.
„Der Traum vom hessischen Biodiesel-Zentrum in Kaufungen ist ausgeträumt, das hat uns gut eine Million Euro gekostet“, bilanziert Brückmann bitter. Der geplante Bau einer 200 000 Tonnen-Anlage in Wismar sei gescheitert und habe sich für den Investor zu einer Katastrophe ausgewachsen.

Mit seinem zweiten Unternehmen, der STH-Engineering GmbH, ist Brückmann Anfang des Monats von Kaufungen an die Max-Planck-Straße in Lohfelden umgesiedelt.
Hier hat er ein Gebäude mit 750 Quadratmetern Verwaltungsfläche gekauft, von denen ein Großteil an den bundesweit agierenden Elektro-Großhandel Hagemeier vermietet wird, der hier seine Zentrale für Nordhessen einrichtet.

Von Lohfelden aus wird sich STH-Engineering künftig mit dem Bau von dezentralen Energieversorgungssystemen beschäftigen.

Eines der ersten Projekte war bereits im Jahr 2006 die Entwicklung und der Prototypenbau einer dezentralen Energieversorgungseinheit Das ist eine Art Mini-Kraftwerk zur Erzeugung von Strom, Wärme und Kälte, das mit Projektpartnern aus der Universität Kassel gebaut wurde.
Ein anderes Vorhaben ist zwar nicht für empfindliche Nasen, kann aber trotzdem eine neue Energiequelle erschließen. Dabei werden Schlachtabfälle zu Öl und Mehl verarbeitet. Das Mehl dient wiederum als Tierfutter, das Öl kann in den Schlachthöfen zu Heizung und Stromerzeugung verfeuert werden.

Hans Georg Weishaar, Ingenieur bei STH: „Das riecht zwar etwas streng, aber wir können hier geschlossene Stoffkreisläufe schaffen.“

Außerdem entwickelt STH gemeinsam mit dem Kaufunger Solartechnik-Unternehmen Stiens Photovoltaikanlagen in der Region. Derzeit entstehen auf den Dächern des neuen Nahversorgungszentrums am Lindenberg und dem Gebäude des Bauunternehmens Krieger +Schramm neue Solarstromanlagen.

Quelle: HNA Von Thomas Stier



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